"Himmel
auf Zeit" Festival zur Kultur der zwanziger Jahre in Hamburg
Auch in Hamburg entwickelte sich in den zwanziger Jahren eine aktive
Kulturlandschaft. Im Frühjahr 2010 soll ein Kulturfestival drei
Monate lang mit Lesungen, Theater, Konzerten, Tanz, Vorträgen und
Ausstellungen daran erinnern. Hauptsponsor ist die Hermann Reemtsma
Stiftung, ein Jahr lang forschten Wissenschaftler auf unterschiedlichen
Gebieten dazu. Ein Begleitbuch ist geplant.
Ausstellung
"Pailletten, Posen, Puderdosen. Modezeichnungen und Objekte der
zwanziger Jahre"
Der Kult um Mode und Kosmetikartikel erlebte in den zwanziger Jahren
einen Aufschwung. Im Mittelpunkt dieser Ausstellung der Kunstbibliothek
(Staatliche Museen zu Berlin) stehen zwei Sammlungen: Aus der Sammlung
"Modebild - Lipperheidesche Kostümbibliothek" stammen
Modezeichnungen von 150 Künstlern. Den zweiten Schwerpunkt bildet
eine erstmals ausgestellte Privatsammlung von Puderdosen und Kosmetikaccessoires.
Eine Ausstellung der Kunstbibliothek, Matthäikirchplatz 6, 10785
Berlin, geöffnet bis zum 9. August 2009 im Kulturforum Potsdamer
Platz.
Weimar
1919 - Chancen einer Republik
Das Stadtmuseum Weimar widmet der Gründung der Weimarer Republik
und der Arbeit der Nationalversammlung in Weimar eine Ausstellung. Weitere
Themen: Der Abgang der alten Welt, die neue Verfassung, der Alltag,
der Kapp-Putsch. Ein nachgebautes Kaffeehaus soll über das Kunstleben
informieren. Bis zum 4. Oktober im Stadtmuseum Weimar.
" Extravagantes Schmuckdesign sollte die Identität der emanzipierten
Frau unterstreichen" ist die These der Ausstellung im Schmuckmuseum
Pforzheim. Noch bis 11. Januar 2009, Schmuckmuseum Pforzheim, Jahnstraße
42, 75173 Pforzheim. Katalog bei amazon.de.
Ausstellung:
"Die Riess"
Friede G. Riess, zu Lebzeiten bekannt als "die Riess" führte
ein repräsentatives Atelier am Kurfürstendamm. Eine Ausstellung
des "Verborgenen
Museums" in der Berlinischen Galerie dokumentiert ihr Schaffen
zwischen 1918 und 1932. 5. Juni bis 20. Oktober, Berlinische Galerie,
Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin.
TV:
"Geheimnisse einer Seele" , Stummfilm 1926. Als der
Chemiker Martin Fellman erfährt, dass der charmante Vetter seiner schönen
Frau nach langer Zeit aus Indien zurückkehrt und einen Dolch als Gastgeschenk
vorausgeschickt hat, häufen sich bei ihm bizarre, Furcht erregende Träume.
Darin versucht er, seine Frau mit einem Dolch zu erstechen...
Georg Wilhelm Pabst Stummfilm popularisiert die damals noch junge Psychoanalyse.
26. Mai 2008 um 23.35 auf arte.
„Wenn
ich sonntags in mein Kino geh´“ Ton - Film - Musik 1929-1933.
Film und Musik gehörten von Anfang an zusammen: Schon die ersten Vorführungen
der Filmpioniere wurden von Klaviermusik begleitet. In den 1920er Jahren
etablierte sich um den Stummfilm eine reiche musikalische Kultur. Die
Sonderausstellung „Wenn ich sonntags in mein Kino geh'. Ton – Film –
Musik 1929-1933" widmet sich der kurzen Blütezeit des Musikfilms zwischen
1929 und 1933. Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin.
Ausstellung:
„köln progressiv“
Franz W. Seiwert, Heinrich Hoerle und Gerd Arntz waren als die "Kölner
Progressiven" aktiv. Ihnen ging es um die Entwicklung einer zeitgemäßen
Formensprache, in der sie sich von der damals herrschenden Strömung
der "Neuen Sachlichkeit" absetzten.
Vom 15. März bis zum 15. Juni 2008 im Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz
1, 50667 Köln. Zur Ausstellung findet am 4. und 5. April ein Symposium
statt.
Ausstellung:
„Erich Maria Remarque. Der Weg zurück“
Die Ausstellung widmet sich wichtigen Stationen im Leben Erich Maria
Remarques (1898-1970), des Verfassers von "Im Westen nichts Neues"
(erschienen 1929). Gleichzeitig kündigt das Museum eine größere
Ausstelllung zur Weimarer Nationalversammlung im Jahr 2009 an.
Bis zum 30. März 2008 im Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Straße
5-9, 99423 Weimar, Tel.:03643-826030, Fax 03643-826044, Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr.
„»Willkommen,
Bienvenue, Welcome…«. Politische Revue – Kabarett – Varieté in Köln
1928-1938“
Sich abends zu amüsieren war in Köln am Ende der Weimarer Republik nicht
schwer: Es gab ein internationales Varieté im »Kaiserhof«, eines der
führenden Unterhaltungsstätten seiner Zeit. Wer es volkstümlicher liebte,
sah sich die Heimatrevuen im »Groß Köln« an. Intellektuelles wurde im
politisch-literarischen Kabarett »Kolibri« geboten und für den Arbeiter
gab es die politischen Revuen der »Blauen Blusen«, in denen kommunistische
Propaganda im Vordergrund stand. Die Ausstellung wirft einen Blick auf
die Bandbreite von politischer bis unpolitischer Unterhaltung in den
letzten Jahren der Republik und sie zeigt, wie sich die Unterhaltungsszene
nach 1933 verändert hat.
Bis zum 31. August 2008 im NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus), Appellhofplatz
23-25, 50667 Köln, Öffnungszeiten Di - Fr 10-16 Uhr Do 10-18 Uhr
Sa+So 11-16 Uhr. Begleitpublikation (voraussichtlich Ende März
2008) bei amazon.de
Ausstellung:
Heinz Hajek-Halke: Form aus Licht und Schatten
Mit seinen Montagen und Experimenten, seinen Aktstudien und Werbeaufnahmen
gehört Heinz Hajek-Halke zu den großen Pionieren der Fotografie der
1920er und frühen 1930er Jahre in Deutschland. Seine ‚Combi-Photographien‘
verbanden innovativ Fotografien mit Texten und grafischen Elementen.
Der professionelle Gebrauchsgrafiker eroberte mit seinen experimentellen
Fotografien die Seiten der führenden Illustrierten und Magazine der
Weimarer Republik, gestaltete Buchumschläge und Werbeanzeigen.
Im Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstbibliothek, Matthäikirchplatz 8
10785 Berlin, Tel: 0049/ (0)30/ 2662951, vom 14. Dezember bis 2007 bis
2. März 2008.
Katalog bei amazon.de
Ausstellung:
Getroffen. Otto Dix und die Kunst des Porträts
64 Gemälden von Dix werden weitere 88 Porträts anderer Künstler
gegenüber gestellt, von Lucas Cranach über Andy Warhol bis
Duane Hanson oder Wolfgang Tillmanns.
Im Kunstmuseum Stuttgart, Kleiner Schlossplatz 1 70173 Stuttgart, Tel.
+49 (0) 711 – 216 21 88, vom 1. Dezember bis 2007 bis 6. April 2008.
Katalog bei amazon.de
Blick
über die Grenze: "Tamara
de Lempicka - "The modern woman"
Die Royal Academy of Arts in London zeigt das Werk der Malerin Tamara
de Lempicka. Tamara de Lempicka (1898 - 1980) emigrierte 1919 mit Eheman
nund Tochter nach Paris wo sie Malerei bei Maurice Denis und André Lhote
studierte. Ihre unterkühlten, dennoch manirierten Akte und Porträts
zeigen mondäne, großstädtische Frauentypen. Einige ihrer
bekanntesten Werke entstanden als Auftragsarbeiten, zum Beispiel als Cover
für Frauenzeitschriften wie "Die Dame". Noch bis zum 30.
August.
"Achtung!
Hier Sendestelle Berlin ..."Stationen der Rundfunkgeschichte.
Ausstellung zur Radio- und Fernsehgeschichte im DeutschlandRadio-Funkhaus
in Berlin. Vom 3. Juni bis 30. Dezember.